Gefäßassistentin

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Banner Weiterbildung zur Gefässassistentin

Dass Herz-Kreislauferkrankungen zu den häufigsten Todesursachen zählen, muss ich dir ja nicht erzählen. Dass die Wartezimmer bei den Gefäßmedizinern entsprechend voll sind, liegt auf der Hand. Ein straffer OP-Plan, die Dokumentation von Befunden, Abrechnung, der nächste Notfallpatient wartet auch schon. Es gibt viel zu tun bei den Gefäßchirurgen.

Um den Ärzten ihren Arbeitsalltag zu erleichtern, hat deshalb die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) ein 2-jähriges berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm entwickeln lassen. Bestimmte Tätigkeiten, die nicht zwingend der Arzt selbst erledigen muss, können auf eine speziell dafür ausgebildete Assistentin übertragen werden. Das war die Geburtsstunde der Gefäßassistentin.

Auf einen Blick

Voraussetzungen

Examen/anerkannter Abschluss als Krankenschwester, MFA, OTA, MTA, RTA u. a. med. Berufe mit Tätigkeit in stationärer gefäßchirurgischen Einrichtung oder mind. 2 Jahre in einem von der DGG zertifizierten Gefäßzentrum

Anrechenbar sind ganztägige Tätigkeiten in angiologischen Einrichtungen für 1 Jahr oder als OP-Schwester für 1 Jahr

Über die Anerkennung anderer Tätigkeiten, z. B. die Tätigkeit als MFA in einer gefäßchirurgischen Praxis, entscheidet die DGG-Akademie nach einem Eignungsgespräch

Dauer

1 – 2 Jahre

Kosten

ca. 3.425 Euro*

Arbeitsorte

Gefäßzentren, stationäre gefäßchirurgische Einrichtungen

*Kosten: Lass dich von der Summe nicht abschrecken. Die DGG sieht nämlich auch vor, dass sich die Praxis oder das Krankenhaus bei dem du angestellt bist, bei Anmeldung verpflichtet, sämtliche Kosten für die Weiterbildung zu tragen. Deinem Arbeitgeber steht es dann allerdings zu, mit dir vertraglich zu vereinbaren, dass du dich für eine bestimmte Dauer bei ihm verpflichtest. Diese darf nicht mehr als 3 Jahre betragen. Beendest du vorher das Arbeitsverhältnis, könnte er die Kosten aber zurückfordern.

Die Aufgaben einer Gefäßassistentin

Wenn du lieber medizinische Aufgaben erledigst, du eher nicht der Schreibtischtyp bist und dich die Tätigkeiten im OP faszinieren, dann könnte das die passende Weiterbildung für dich sein. Deine Aufgaben als Gefäßassistentin sind laut DGG folgende:

  • Praktische Durchführung nicht-invasiver Untersuchungsverfahren und vorläufige Bewertung der Ergebnisse
  • Organisation von Gefäßsprechstunde und Gefäßstation
  • Erhebung einer Basisanamnese und eines Basisbefundes einschließlich vorläufiger Symptomzuordnung und Stadieneinteilung
  • Kodierung von Erkrankungen und gefäßchirurgischen Eingriffen
  • Vorbereitende Information des Patienten (Stufenaufklärung)
  • Blutabnahme und Legen von Verweilkanülen
  • Wundmanagement nach ärztlicher Anordnung
  • Vorbereitung des Patienten im Operationssaal
  • Aktive Assistenz im Operationssaal
  • Assistenz bei Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • Überwachung ärztlich eingeleiteter Therapien

Berufliche Chancen

Ich finde, dass die DGG mit dieser Weiterbildung eine super Idee hatte und genau am Zahn der Zeit ansetzt, um dem Fachärztemangel entgegenzuwirken. Gleichzeitig bietet sich auch für dich eine tolle Möglichkeit, um beruflich weiter aufzusteigen. Dein Praxisalltag gestaltet sich abwechslungsreicher, du übernimmst verantwortungsvolle Aufgaben, arbeitest eng mit dem Arzt zusammen, erweiterst deine Kompetenzen und kannst gehaltstechnisch mindestens in die IV. Tätigkeitsgruppe aufsteigen. Meines Erachtens sogar in Stufe V., da du dir zusätzliche umfassende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einem komplexen Arbeitsbereich aneignest. Hinzu kommt, dass diese Weiterbildung nicht so populär, wie beispielsweise die zur Praxismanagerin ist. So bist du begehrter auf dem Arbeitsmarkt und stichst aus der Masse hervor, was dir bei einem Arbeitgeberwechsel einen enormen Vorsprung bieten kann.

Auch wenn du natürlich immer noch nach ärztlicher Anweisung handelst, ist die Weiterbildung zur Gefäßassistentin in meinen Augen ein großer Schritt hin zu einem selbstbestimmteren Arbeiten, wo du und deine Fähigkeiten gefordert und gefördert werden.

Fortbildungsablauf

Die Weiterbildung findet berufsbegleitend statt. Du arbeitest weiterhin (vollschichtig) in deiner „Ausbildungsklinik“ bzw. „Ausbildungspraxis“. Diese muss allerdings von der DGG zugelassen sein. Dazu kommen Kurse und Lehrgänge sowie Hospitationen in ermächtigten Kliniken (hier findest du eine Liste mit ermächtigten Hospitationen).

Die Inhalte deiner theoretischen Ausbildung ist in die tägliche klinische Praxis der Ausbildungsklinik integriert. Du lernst in gleicher Weise wie jeder Arzt in der Weiterbildung z. B. beim Operieren die topographische Anatomie, die Operationstechniken, das Lagern, Abjodieren etc. Klingt das nicht voll interessant?!

Fortbildungsinhalte

Theroretischer Pflichtunterricht

1. Blockunterricht der Akademie der DGG (extern in der Hospitationsklinik)

2. Theoretischer Unterricht, begleitend, während der praktischen Tätigkeit (intern, in der Ausbildungsklinik)

3. Praktische Anleitung, begleitend, in Diagnostik, Stationstätigkeit und Op-Saal (intern, in der Ausbildungsklinik)

Pflichtkurse der Akademie der DGG

Ultraschallkurs für Gefäßassistenten (extern)

Kurs Basisdiagnostik (extern)

Kurs Wundmanagement (extern)

Kurs Codierung und DRG (extern)

Grundkurs wissenschaftliche Dokumentation und Studien (extern)

OP-/Nahtkurs (extern)

Hospitationen

Radiologie mit Intervention (intern oder extern)

Ermächtigte Hospitationsklinik 2 Wochen (10 Arbeitstage) im Block (extern)

Prüfung und Abschluss

Die Abschlussprüfung findet an der Akademie der DGG statt.

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, musst du folgende Nachweise erbringen: 

  • Teilnahme an Pflichtkursen, Blockunterricht und Hospitation
  • 2 jährige Tätigkeit in stationärer, gefäßchirurgischer Einrichtung oder einem von der DGG zertifizierten Gefäßzentrum
  • 20 apparative Untersuchungen (Venenverschlußplethysmographie, Rheographie etc.)
  • 40 Messungen des Knöchelarteriendrucks
  • 20 sonographische und duplexsonographische Untersuchungen
  • 20 intraoperative Untersuchungen (Durchführung oder Assistenz)
  • 50 Assistenzen im Op-Saal (1. und 2. Assistenz)
  • Teilnahme an 20 interventionellen Eingriffen

Die geforderten Nachweise sind in einem Logbuch zu dokumentieren, das spätestens 6 Wochen vor Antritt der Prüfung vorzulegen ist.

Weiterführende Links

Die Weiterbildung zur Gefäßassistentin ist eine anerkannte Weiterbildung von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin. Sämtliche Informationen habe ich der Webseite der DGG entnommen. Diese und weitere findest du hier:

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