DiGA Axia erhält neue EBM-Leistungen
Für die digitale Gesundheitsanwendung Axia gelten seit 1. Juli 2026 zwei neue EBM-Leistungen. Betroffen sind Verlaufskontrolle, Auswertung und Abrechnung.
Für die digitale Gesundheitsanwendung Axia sind zum 1. Juli 2026 zwei neue Leistungen in den EBM aufgenommen worden. Die App richtet sich an Menschen mit axialer Spondyloarthritis, auch bekannt als Morbus Bechterew.
Vergütet werden Verlaufskontrolle, Individualisierung und Auswertung der DiGA. Für Praxen ist die Änderung vor allem relevant, wenn DiGA-Verordnungen, Folgetermine und die Abrechnung der digitalen Anwendung im Team koordiniert werden.
Neue GOP zum 1. Juli
Hausärzte, Internisten ohne Schwerpunkt, Rheumatologen, Orthopäden sowie Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin können nach Angaben der KBV die neue GOP 01483 abrechnen. Kinderärzte können die GOP nutzen, wenn sie Heranwachsende im Alter von 18 bis 20 Jahren mit Morbus Bechterew behandeln.
Für Schmerztherapeuten mit entsprechender Genehmigung gibt es die neue GOP 30782. Beide Leistungen sind mit 64 Punkten bewertet, nach KBV-Angaben entspricht das 8,15 Euro. Sie können einmal je Quartal und höchstens zweimal im Jahr berechnet werden.
Ablauf nach der Verordnung
Die neuen Gebührenordnungspositionen betreffen nicht nur den Moment der Verordnung. Im Praxisalltag muss auch geklärt sein, wann Verlaufskontrolle und Auswertung stattfinden, welche Fachgruppe zuständig ist und ob die Leistung im jeweiligen Quartal bereits berechnet wurde.
Die Vergütung erfolgt zunächst extrabudgetär und ist laut Beschluss grundsätzlich auf zwei Jahre befristet. Danach wird geprüft, ob die Leistungen in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung überführt werden.