
Sozialrecht und Demografie
Fortbildungsbeschreibung
Auf der Basis des Solidarprinzips besteht die Deutsche Sozialversicherung seit über 150 Jahren und hat sich den Erfordernissen entsprechend stets weiterentwickelt. Das auf seinen 5 Säulen ruhende Sozialrecht (Krankenversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosen- und Rentenversicherung sowie die Pflegeversicherung) soll für jede Bürgerin und jeden Bürger im Bedarfsfall ein wirtschaftliches, den bisherigen Lebensstandard sicherndes Netz bilden. Aber aufgrund der komplexen und umfangreichen Gesetzestexte fällt es den Leistungsberechtigten häufig schwer, einen Überblick über die verschieden Leistungsangebote zu bekommen. Insbesondere ältere Menschen sind schon mit der Beantragung der ihnen zustehenden Leistungen überfordert.
Medizinische Fachangestellte sollten daher über grundlegende Kenntnisse des Deutschen Sozialrechts verfügen. Besonders über das Leistungsspektrum der Kranken- und Pflegeversicherung sollten sie beispielsweise im Rahmen ärztlich angeordneter Hausbesuche den Patientinnen und Patienten Auskunft geben bzw. Kontakt zu Beratungs- und Informationseinrichtungen vermitteln können.
Themen
- Rechtliche Rahmenbedingungen
- SGB V (Krankenversicherung)
- SGB XI (Pflegeversicherung)
- SGB IX (Reha und Behinderung)
- SGB VI (Rentenversicherung)
- SGB VII (Unfallversicherung)
- Ansprüche von chronisch Kranken
- Leistungsrecht Krankenversicherung (Prävention, Arzneimittel, Zuzahlungsbefreiung, Hilfsmittel, Krankentransport, HKP, Krankenhausaufenthalt, Krankenhausüberleitung/Versorgungsmanagement)
- Leistungsrecht Pflegeversicherung (Leistungsumfang, Stufen, Pflegeberatung, Procedere, Pflegestützpunkte, etc.)
- Leistungsrecht Rehabilitation (Voraussetzungen, ambulante Maßnahmen, stationäre Maßnahmen, Procedere, etc.)
- Zuständigkeiten und Ansprechpartner
- Aufbau-Organisation der Krankenkassen/Pflegekassen
- Informationsmöglichkeiten (Geschäftsstellen, Internet, etc.)
- Hinweise zur Zusammenstellung eines persönlichen Adress-Ordners
- Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige
- Selbsthilfegruppen
- Ambulante Pflegedienste
- Kurzzeitpflege
- Geriatrische Tageskliniken
- Demografische Entwicklung in Deutschland
- Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur
- Einfluss auf die Epidemiologie relevanter Erkrankungen
- Auswirkungen auf die ärztliche Versorgung
Referierende:
Dr. P.H. Wolfgang Settertobulte, Gesellschaft für Angewandte Sozialforschung, Rietberg
Dipl.-Pflegewirtin (FH) Julia Ludwig-Hartmann, Runkel
Organisatorische Leitung:
Christoph Ellers, Leiter Ressort Fortbildung der ÄKWL

