MFA bleibt der beliebteste Ausbildungsberuf junger Frauen
Rund 16.100 Frauen begannen 2025 eine MFA-Ausbildung, mehr als in jedem anderen Beruf. Zugleich schrumpft der Ausbildungsmarkt, was die Position von Bewerberinnen und Azubis stärkt.
Das Statistische Bundesamt hat am 6. August 2026 die endgültigen Zahlen zur dualen Berufsausbildung 2025 veröffentlicht. Rund 16.100 Frauen schlossen einen neuen Ausbildungsvertrag als Medizinische Fachangestellte ab. Damit war MFA erneut der häufigste Ausbildungsberuf junger Frauen: Rund jede zehnte Ausbildungsanfängerin entschied sich dafür. Es folgen Kauffrau für Büromanagement (14.900) und Zahnmedizinische Fachangestellte (13.400).
Platz 1 gilt für die Gesamtgruppe
Zu den Zahlen gehört eine Nuance: Der Spitzenplatz bezieht sich auf alle Frauen zusammen. Getrennt betrachtet liegt MFA in beiden Teilgruppen auf Platz 2. Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit (9 Prozent) lag die Kauffrau für Büromanagement vorn, bei Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (11 Prozent) die Zahnmedizinische Fachangestellte.
Der Bewerberpool schrumpft
Insgesamt wurden 2025 rund 461.900 neue duale Ausbildungsverträge geschlossen, 2,8 Prozent oder 13.100 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der deutschen Auszubildenden sank dabei um 6 Prozent. Die Zahl der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit stieg um 18 Prozent auf 82.400, besonders deutlich bei ukrainischen und vietnamesischen Staatsangehörigen.
Für Praxen bedeutet der kleinere Gesamtpool mehr Wettbewerb um Nachwuchs. Das stärkt die Position von Bewerberinnen und Azubis, etwa bei Gehalt und Arbeitsbedingungen. Zugleich verändert sich die Zusammensetzung der Azubi-Jahrgänge. Einarbeitung, Sprachbegleitung und Ausbildungsorganisation gewinnen dadurch an Gewicht, und diese Aufgaben liegen im Alltag oft bei den ausbildenden MFA.