Seit 14. August: Alte RSA-Heilberufsausweise funktionieren nicht mehr in der TI
Heilberufsausweise mit rein RSA-basierter Verschlüsselung wurden am 14. August aus der TI-Vertrauensliste entfernt. Was Praxisteams jetzt klären sollten.
Seit dem 14. August 2026 können alte Heilberufsausweise mit ausschließlich RSA-basierter Verschlüsselung nicht mehr für die Telematikinfrastruktur genutzt werden. Nach gematik-Angaben, über die das Deutsche Ärzteblatt berichtet, wurden die betroffenen Ausweise zum Stichtag aus der zentralen Vertrauensliste der TI entfernt. Sie funktionieren damit nicht eingeschränkt weiter, sondern eine Teilnahme an der TI ist mit ihnen nicht mehr möglich.
Betroffen ist nicht pauschal jeder elektronische Heilberufsausweis. Es geht um noch vorhandene Karten, die allein mit dem älteren RSA-Verfahren arbeiten. Neuere Karten der Generation 2.1 nutzen ECC-Verschlüsselung und bleiben einsatzfähig. Die gematik hatte den Kartentausch seit Monaten angemahnt.
Was Praxisteams jetzt klären sollten
Wer in der Praxis die Karten- und IT-Ausstattung organisiert, sollte drei Fragen beantworten: Ist noch ein alter RSA-Heilberufsausweis im Einsatz? Liegt für betroffene Karten bereits Ersatz vor? Und wer kümmert sich bei Problemen, also Kartenausgeber, Praxisleitung oder IT-Dienstleister?
MFA müssen den Kartentausch nicht selbst vornehmen. Ein klar vereinbarter Eskalationsweg hilft aber, damit Signatur- und TI-Prozesse nicht unbemerkt stocken und Störungen am Empfang nicht ad hoc gelöst werden müssen. Ob ein konkreter Ausweis betroffen ist, klären Praxis und Kartenausgeber beziehungsweise IT-Dienstleister.