
Von der MFA zur Gründerin: Kristins Weg
Aktuelles zu MFA mal anders
Zahlen, Entwicklung und Partner findest Du auf Über MFA mal anders. Hier erzähle ich meine persönliche Geschichte – vom Praxisalltag bis zur Gründung.
Mein Traumberuf – und irgendwann die Frage, was noch möglich ist
Als ich mit 17 Jahren meine Ausbildung zur Arzthelferin anfing, war ich mir sicher: Das ist mein Traumberuf. Ich mochte den Kontakt mit den Patient:innen, saugte medizinisches Wissen auf und ging gern zur Arbeit. Ich wurde eine MFA mit Herz und Seele.
Etwa drei Jahre nach meiner Ausbildung veränderte sich dieses Gefühl. Der Praxisalltag war zur Routine geworden und ich lernte kaum noch Neues. Zuerst dachte ich, es läge daran, dass ich noch immer in meiner Ausbildungspraxis arbeitete. Also wechselte ich nicht nur die Praxis, sondern auch den Wohnort und zog nach Berlin.
Ein Praxiswechsel war nicht die ganze Antwort
In einer Berliner Privatklinik war zunächst alles neu. Ich lernte andere Untersuchungen kennen, erlebte neue Abläufe und arbeitete in einem tollen Team. Nach zwei Jahren wurde ich Praxismanagerin und Assistentin des Ärztlichen Direktors.
Doch einige Jahre später war das alte Gefühl wieder da. Ich stand beruflich erneut an einem Punkt, an dem mir Entwicklung und neue Herausforderungen fehlten. Dabei wusste ich ziemlich genau, was ich wollte: im Gesundheitswesen bleiben, mehr Verantwortung übernehmen, vielleicht weniger Patientenkontakt haben und ein besseres Gehalt erreichen. Was mir fehlte, war ein verständlicher Weg dorthin.
Ich suchte einen Weg – und fand zuerst einen Dschungel
Ich wollte keine beliebige Fortbildung machen, sondern eine Qualifikation, die mich wirklich weiterbringt und vielleicht auch Türen außerhalb der Arztpraxis öffnet. Doch die Möglichkeiten zu überblicken, war schwierig. Was unterscheidet eine Fortbildung von einer Weiterbildung oder einem Studium? Welche Abschlüsse helfen bei welchem Ziel? Was lässt sich berufsbegleitend schaffen und wie kann ich es finanzieren?
Ich stieß auf Bezeichnungen wie NäPA und EVA, VERAH oder Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen. Eine zentrale, verständliche Orientierung für MFA fand ich damals nicht. Also recherchierte ich selbst – viele Abende lang.
Schließlich begann ich ein berufsbegleitendes Studium im Sozial- und Gesundheitsmanagement. Später arbeitete ich in der Qualitätssicherung der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin und sammelte nach einer Weltreise weitere Erfahrung im Personalbereich eines Digital-Health-Start-ups. Dort beschäftigte ich mich intensiv mit Recruiting, Einstellungsgesprächen, Teamentwicklung und Führung.
2019 wurde aus meiner eigenen Suche eine Idee
Bis dahin hatte ich mehr als zehn Jahre als MFA gearbeitet und unterschiedliche Perspektiven kennengelernt: Praxisalltag, Praxismanagement, Qualitätssicherung und Personal. In all diesen Bereichen begegneten mir ähnliche Fragen. Wie finden MFA Arbeitgeber, die wirklich zu ihnen passen? Wie erfahren sie, welche beruflichen Möglichkeiten ihnen offenstehen? Und wie können Praxen und Teams besser zusammenfinden?
Aus diesen Erfahrungen entstand 2019 MFA mal anders. Ich wollte einen Ort schaffen, an dem MFA nicht länger jede Information einzeln zusammensuchen müssen. Einen Ort, der passende Jobs zeigt und zugleich Orientierung zu Gehalt, Berufsbildern sowie Weiterbildungs- und Studienwegen gibt.
Warum ich MFA mal anders gegründet habe
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, im Beruf festzustecken und trotzdem nicht genau zu wissen, welcher nächste Schritt der richtige ist. Deshalb möchte ich sichtbar machen, was als MFA beruflich möglich ist – in der Praxis und darüber hinaus.
Dabei geht es nicht darum, jeder MFA denselben Karriereweg vorzuschlagen. Für die eine ist der nächste Schritt ein neuer Arbeitgeber, für die andere eine Spezialisierung, mehr Verantwortung oder ein Studium. Entscheidend ist, die eigenen Möglichkeiten zu kennen und sie besser einordnen zu können.
Was daraus geworden ist
Heute verbindet MFA mal anders eine spezialisierte Jobbörse für MFA mit beruflicher Orientierung. Aktuelle Zahlen, die Entwicklung der Plattform und unsere Partner findest Du auf der Seite Über MFA mal anders.
Die Ausgangsfrage ist seit 2019 dieselbe: Was ist für Dich als MFA als Nächstes möglich? MFA mal anders soll Dir helfen, darauf eine konkrete Antwort zu finden.
Hast Du Interesse an Themen rund um Deine Karriere im Gesundheitswesen? Dann folge MFA mal anders gern auf Facebook und Instagram.
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