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Medizinstudium als MFA und ZFA

Studium

Medizinstudium

Auf einen Blick

Voraussetzungen

Eine der folgenden Voraussetzungen:

  • Mittlere Reife + 2-jährige Berufsausbildung (Note ≤ 2,5) + mind. 3 Jahre Berufserfahrung im medizinischen Umfeld
  • Bestandene Meisterprüfung nach der Handwerksordnung
  • Fortbildungsabschluss nach BBiG mit mind. 400 Unterrichtsstunden (z. B. Fachwirt)
  • Fachschulabschluss (z. B. Techniker) oder vergleichbare Qualifikation
Dauer

12 Semester

Kosten

Staatliche/kirchliche Universitäten: nur Einschreibe- und Semestergebühren. Private Hochschulen: ab ca. 450 € pro Monat.

Fachbereich
Alle Fachbereiche
Arbeitsorte
Arztpraxis, MVZ, Klinik, Industrie, Forschung, Sonstige
Berufliche Chancen

Einstieg als Assistenzärztin/Assistenzarzt nach dem Ärztetarifvertrag – deutlich über dem MFA-Tarif, plus Zuschläge für Wochenend-, Feiertags- und Nachtdienste.

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Viele Medizinische Fachangestellte, einschließlich mir, entdecken ihre Leidenschaft zur Medizin erst so richtig während der Ausbildung. Für manche MFA ist schnell klar, dass sie mehr wollen. Nämlich irgendwann einmal selbst Ärztin oder Arzt sein. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass ein Medizinstudium nur mit Abitur begonnen werden kann. Dass das Medizinstudium aber nicht unerreichbar für MFA ohne Abitur ist, wollen wir in diesem Artikel beschreiben. Gilt übrigens auch für Zahnmedizinische Fachangestellte!

Aufgaben im Arztberuf

Die Aufgaben im Arztberuf sind dir aus dem Praxisalltag sehr gut bekannt und müssen wir nicht im Einzelnen besprechen. Der Arztberuf an sich bietet dir nach dem Studium viele Möglichkeiten. Ob als niedergelassene Ärztin, niedergelassener Arzt oder angestellt im Krankenhaus. Auch außerhalb der klassischen Karrierepfade gibt es für Mediziner:innen vielfältige Berufsfelder, ob im E-Health Startup, Pharmabereich, bei Versicherungen oder im Medizinjournalismus. So oder so ist die Medizin eine Herzensaufgabe.

Arbeitsorte

Ganz klassisch arbeiten Ärztinnen und Ärzte in Praxen, Medizinischen Versorgungszentren oder im Krankenhaus. Die Liste an möglichen Einsatzorten nach dem Medizinstudium ist endlos wie breitgefächert.

Alternative Jobs finden Ärztinnen und Ärzte auch bei Versicherungen, Kassenärztlichen Vereinigungen, bei den Ärztekammern, in der Politik, bei Medizinprodukteherstellern, in der Grundlagenforschung, der Pharmaindustrie, in der E-Health Branche, in beratenden Positionen, im Medizinjournalismus, etc. 

Voraussetzungen für das Medizinstudium

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, auch ohne Abitur Medizin zu studieren. 

  • 1. Fachgebundene Studienberechtigung
  • 2. Berufliche Aufstiegsfortbildung

Früher konnte man Medizin nur mit Abitur und einem bestimmten Notendurchschnitt (NC) studieren. Mittlerweile hat sich einiges in den Regelungen getan, sodass Berufsgruppen mit medizin-nahen Tätigkeiten unter bestimmten Voraussetzungen bei der fachgebundenen Studienberechtigung ebenfalls zugelassen werden. Der Beruf Arzthelfer:in bzw. MFA ist einer der anerkannten Abschlüsse für die Voraussetzungen. Daneben müssen folgende Punkte erfüllt sein:

  • Abgeschlossene Mittlere Reife
  • Abgeschlossene 2-jährige Berufsausbildung mit Note besser als 2,5
  • 3 Jahre Berufserfahrung im medizinischen Umfeld

Wenn du bereits eine berufliche Aufstiegsfortbildung erfolgreich abgeschlossen hast, bist du ebenso qualifiziert für ein Medizinstudium ohne Abitur. Dazu zählt ein Abschluss als Meister, Techniker oder Fachwirt, um eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung für das Studium aller Fächer an allen Hochschulen zu erlangen. Und somit auch für das Medizinstudium ohne Abitur. 

Es können auch Berufsgruppen ohne Ausbildung im medizinischen Umfeld die Zulassung erhalten, wenn sie eine berufliche Aufstiegsfortbildung absolviert haben. Um als berufliche Aufstiegsfortbildung anerkannt  zu sein, müssen folgende Anforderungen erfüllt sein: 

  • bestandene Meisterprüfung nach der Handwerksordnung
  • Fortbildungsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz mit mindestens 400 Unterrichtsstunden  (entspricht beispielsweise einem Fachwirt)
  • Fachschulabschluss (beispielsweise Techniker) sowie vergleichbare Qualifikationen

TMS („Medizinertest“)

Wenn du dir unsicher bist, ob du den Inhalten eines Medizinstudiums gewachsen bist, kannst du an einem freiwilligen Test für Medizinische Studiengänge teilnehmen. Der Test findet einmal jährlich statt und jede Person darf nur einmal an diesem Test in Deutschland teilnehmen. Der Test nennt sich auch TMS oder ist unter dem Namen „Medizinertest“ bekannt.

An allen Medizinischen Fakultäten spielt ein Studieneignungstest in verschiedenen Quoten eine wichtige Rolle, deshalb solltest du an einem solchen Test teilnehmen, um deine Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen. Denn, wenn du den Test nicht machst, können sich Bewerber:innen, die einen Test absolviert und sehr gut abgeschnitten haben, vor dir in der Rangliste platzieren, auch wenn du z.B. eine sehr gute Abiturnote hast.

Die Teilnahmegebühr am TMS beträgt aktuell 100 € (Stand 01/24).

Mehr Infos zum TMS findest du hier.

Landarztquote

Eine weitere Möglichkeit, ohne Abitur und Numerus Clausus einen Medizinstudienplatz zu bekommen, ist die Landarztquote. Bedingung ist allerdings: Man verpflichtet sich später, als Hausärztin oder Hausarzt im ländlichen Raum oder als Fachärztin oder Facharzt im Gesundheitsamt zu arbeiten.

Das Programm wird derzeit in folgenden Bundesländern angeboten (Stand 01/2024):

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Niedersachsen
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen-Anhalt
  • Sachsen
  • Saarland

Über die Landarztquote wird ein Teil der Studienplätze für das Medizinstudium vergeben. Die Zahl der angebotenen Studienplätze variiert von Bundesland zu Bundesland. Die Quote ist für Studienbewerber:innen gedacht, die später als Hausärztin oder Hausarzt im ländlichen Raum arbeiten möchten. Letztendlich musst du in diesem Zusammenhang einen Vertrag unterschreiben, der eine Weiterbildung als Fachärztin oder Facharzt für Allgemeinmedizin/Innere Medizin verbindlich macht. Ebenso musst du die spätere Tätigkeit in einem sogenannten „unterversorgten“ oder von „Unterversorgung bedrohten Gebiet“ ausüben. Diese Gebiete finden sich zumeist im ländlichen Bereich.

Auf Hochschulstart findest du nochmal alle Bundesländer sowie Informationen zum Bewerbungsverfahren für die Landarztquote.

Ablauf Medizinstudium

Das Medizinstudium dauert in der Regel sechs Jahre bzw. 12 Semester. Es ist in zwei vorklinische Jahre, drei klinische Jahre und ein praktisches Jahr unterteilt. Der genaue Ablauf hängt von der Art des Studiengangs ab. Man unterscheidet den Regelstudiengang und Modellstudiengang Medizin. 

Der Regelstudiengang ist insgesamt sehr theoretisch. Patient:innen bekommen die Studierenden erst im Klinik-Teil bei der Famulatur, einem 4-monatigen Praktikum, zu sehen. 

Der Modellstudiengang hingegen ist von Beginn des Studiums an ein Mix aus Theorie und Praxiskenntnissen mit Patient:innen, wenn zunächst auch oft erst an Dummys. Das Modell unterscheidet sich je nach Uni. Es gibt also kein einheitliches Modell. 

Nach der letzten mündlichen Prüfung und einem erfolgreichen Abschluss erhalten die Studierenden die Approbation. Danach können Sie eine ca. 3-jährige Facharztausbildung beginnen.

Hier eine grobe Übersicht, die je nach Uni etwas variieren kann:

Vorklinik

Semester: 1 – 4

Inhalte: Vermittlung der Grundlagen in Physik, Chemie, Biologie, Biochemie, Anatomie, Physiologie und Psychologie.

Prüfungen: Im 4. Semester der 1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

Praktika: 1.Hilfe Ausbildung + Krankenpflegepraktikum

Klinik

Semester: 5 – 10

Inhalte: Klinische Fächer, z.B. Chirurgie, Neurologie , Urologie, Innere Medizin, etc.

Prüfungen: Im 10. Semester 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung “Hammerexamen”

Praktika: 4 Monate Famulatur (Praktikum mind. 1 Monat in einer Praxis und mind. 2 Monate im Krankenhaus. Der letzte Monat ist frei wählbar, ob in Praxis oder Klinik)

Praktisches Jahr

Semester: 11 – 12

Prüfungen: im 12. Semester 3. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (Approbation)

Praktika: 1 Jahr Praktikum in der Inneren Medizin, Chirurgie und einem Wahlbereich

Facharzt

Inhalte ca. 3 jährige Ausbildung zum Facharzt/Fachärztin

Tipp: Wenn du einen Einblick vom Lern- und Arbeitsalltag einer Medizinstudierenden haben möchtest, schau doch mal bei Jule und die Medizin vorbei.

Wo du Medizin studieren kannst

Hier findest du eine Übersicht mit allen deutschen Universitäten, die Medizin im Regelstudiengang oder Modellstudiengang anbieten.

Bewerbungen für ein Medizinstudium erfolgen nicht direkt über die Uni, sondern zentral bei der Stiftung für Hochschulzulassung und deren Informationsportal hochschulstart.de.

Kosten

In Deutschland werden keine Studiengebühren an den staatlichen und kirchlichen Universitäten erhoben. Jedoch werden eine Einschreibegebühr und Semestergebühren berechnet, um Unkosten für Mensa, Semesterticket und Verwaltungsaufwand abzudecken. Diese sind je nach Uni unterschiedlich hoch. 

Wer an einer Privaten Hochschule studiert, muss mit hohen Semester- bzw. Jahresgebühren rechnen, ca. 450 Euro pro Monat.

Hinzu kommen natürlich deine Lebenshaltungskosten, die du während des Studiums noch finanzieren musst. Welche Möglichkeiten du hast, um ein Studium zu finanzieren, kannst du hier nachlesen.

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Wir als MFA mal anders bieten selbst keine Fort- bzw. Weiterbildungen an, sondern bieten Dir hier ein breit gefächertes Informationsangebot zu Deinen Karrieremöglichkeiten als MFA.

Solltest Du an einer konkreten Fort- bzw. Weiterbildung interessiert sein, kannst Du Dich beispielsweise direkt an die im Artikel genannten Fortbildunganbieter wenden oder nach passenden Anbietern in unserem Fortbildungskatalog schauen.

Quellen

  • Hochschulkompass – Medizin und Gesundheitswissenschaften
  • TMS-Info – Test für Medizinische Studiengänge
  • praktischArzt – Medizinstudium: Aufbau und Ablauf
  • Stiftung für Hochschulzulassung – hochschulstart.de
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  • Algesiologische Fachassistenz (ALFA)
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  • Arbeitsmedizinische Assistenz
  • Assistenz Ambulante Anästhesie
  • Assistenz in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
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  • Betriebswirtschaftliche Assistenz in der Hausarztpraxis (BEAH)
  • Case Manager
  • Chefarztsekretariat
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  • Diabetesberater:in / Diabetesassistenz
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  • Digitalisierungs-Manager:in für die Arztpraxis
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  • Epilepsiefachassistenz/-beratung EFA & EFB
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  • Fachassistenz Spezielle Rhythmologie
  • Fachkraft für neurophysiologische Diagnostik
  • Fachwirt:in Ambulante Medizinische Versorgung
  • Fachwirt:in im Gesundheits- und Sozialwesen
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  • Impfassistent:in / Fachkraft für Impfmanagement
  • Kardiologie für Medizinische Fachangestellte (MFA)
  • Medizincontrolling
  • MFA in der Notaufnahme / Notfallfachkraft
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  • Näpa und EVA
  • Pädiatrische Fachassistenz (Paediatrice)
  • Pädiatrie – Prävention im Kindes- und Jugendalter / Sozialpädiatrie (SOPASS)
  • Pneumologische Assistenz (PA)
  • Pneumologische Fach-Assistenz (PFA)
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  • Qualitätsmanagement-Beauftragte:r (QMB)
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  • Rheumatologische Fachassistenz (RFA)
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  • Spezialisierte Herzinsuffizienz-Assistenz
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  • VERAH
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  • Betriebswirt:in für Management im Gesundheitswesen
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  • Management im Gesundheitswesen / Gesundheitsmanagement
  • Medizinpädagogik